Ästhetische Hautbehandlungen und dauerhafte Haarentfernung in Berlin Charlottenburg und  Mitte

Deutsch | English

Dauerhafte Haarentfernung & ästhetische Behandlungen

Willkommen im Fachzentrum BellaDerma in Berlin!

Dauerhafte Haarentfernung in Berlin

Ob dauerhafte Haarentfernung oder ästhetische Hautbehandlung – In Ihrem BellaDerma Fachzentrum in Berlin dürfen Sie sich bestens aufgehoben fühlen! Unsere erfahrenen Hautspezialisten setzen ausschließlich auf die hochwertigsten, klinisch erprobten Technologien. Innovative IPL-Laser Technik und modernste Verfahren garantieren Ihnen eine schonende und besonders sichere Behandlung ästhetischer Problemfelder!

epilux für dauerhafte haarentfernung in Berlin

Dauerhafte Haarentfernung ohne Laser?

Ja!– Mit dem medizinisch erprobten IPL2. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: IPL ist die Abkürzung für Intense Pulsed Light (intensives Pulslicht) und ist wie die Laserbehandlung ein Behandlungsverfahren mit Lichtwellen.

Im Gegensatz zum Laser, der mit einer festen Wellenlänge arbeitet, verwendet die IPL2-Technologie zur Haarentfernung das Spektrum einer Xenon-Lichtquelle.

Was bedeutet das für Sie?

Im Bereich ästhetischer Hautbehandlungen sowie permanenter Haarentfernung erzielt die IPL2-Technologie ein effektives und dauerhaft anhaltendes Behandlungsergebnis, ohne die Haut durch die bis zu dreifach höhere Laserenergie zu gefährden. Konventionelle Laser Haarentfernung ist daher oft schmerzhaft und mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden.

Die dauerhafte Haarentfernung mit IPL2 ist dagegen besonders schonend und für die meisten Haar- und Hauttypen sowie für alle Körperpartien geeignet. Die dauerhafte Enthaarung mit IPL kann nicht nur im Gesicht, an den Achseln, am Rücken, an der Brust, oder an den Beinen durchgeführt werden. Auch Behaarung am Po, in der Bikinizone und im Intimbereich (Intimhaarentfernung) lässt sich problemlos dauerhaft entfernen. – Besuchen Sie uns am besten persönlich. Wir beraten Sie umfassend und kostenlos!

Permanente Ergebnisse mit Epilux SP bei Haarentfernung und Hautbehandlung – Für Sie klinisch getestet und durch Studien bestätigt –


Das von uns zur Haarentfernung und Hautbehandlung verwendete System IPL2-Epilux SP zählt zur neuesten Generation der IPL-Technologie. In Vergleichsstudien des Laserforschungscentrums Cutaris konnten mit IPL2 – Epilux SP -Systemen die besten Behandlungsergebnisse bei Haarentfernung und Hautbehandlung nachgewiesen werden. Nach ausgiebigen klinischen Testreihen wird das Verfahren an führenden Universitätskliniken erfolgreich angewandt. – Übrigens eine unbedingte Vorraussetzung für die Anwendung bei unseren Kundinnen und Kunden!

Dauerhafte Haarentfernung und medizinische Kosmetik in Berlin

Neben der IPL- und Laserbehandlung in Berlin bieten wir Ihnen Microdermabrasion, Permanent Make-up, Aknebehandlung, Fettabsaugung, Fett-weg-Spritze, Behandlung der Zornesfalten, Stirnfalten und Krähenfüße, und Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure sowie weitere medizinische und klassische Kosmetik. Klicken Sie sich in unser Angebot und entdecken Sie Ihren Weg zu dauerhafter Schönheit und einem völlig neuen Lebensgefühl!

Couperose Behandlung Microdermabrasion Permanent-Make-Up
Couperose Behandlung in Berlin  Kurfürstendamm Microdermabrasion in Berlin  Kudamm Permanent-Make-Up von Long-Time-Liner in Berlin  Kudamm
Faltenunterspritzung Fett-Weg-Spritze Fettabsaugung
Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure in Berlin  Kurfürstendamm Problemzonen einfach wegspritzen: Fett-Weg-Spritze (Injektionspolyse) in Berlin  Ku´damm Dauerhafte Entfernung auch größerer Fettdepots durch Fettabsaugung in Berlin  Kurfürstendamm

Unser medizinisches Fachpersonal berät Sie gerne ausführlich und kompetent. Die Beratung ist für Sie völlig unverbindlich und kostenfrei!

BellaDerma Fachzentrum garantiert höchste Qualität zu fairen Preisen

Wir freuen uns darauf, Sie in einem unserer Fachzentren begrüßen zu dürfen! Die BellaDerma-Institute sind zentral am Puls Berlins gelegen. Sie finden uns in Berlin, Charlottenburg direkt am Ku´damm / Joachimsthaler Str. 10 und in Berlin-Mitte Unter den Linden 21 / Friedrichstraße .

→ Rufen Sie uns einfach an und lassen Sie sich kostenlos beraten oder vereinbaren Sie Ihren persönlichen Termin! Tel. (030) 88 92 92 20

Preise / Kosten für dauerhafte Haarentfernung – Damen

Preise / Kosten für dauerhafte Haarentfernung – Herren

Dauerhafte Haarentfernung ohne Laser

Vorteil von IPL Haarentfernung gegenüber Laser Haarentfernung

—————————————————————————————————————



Erfahrungsberichte zur dauerhaften Haarentfernung in Berlin

Vera (29) aus Berlin Charlottenburg

Ich kann mich noch gut an die Zeit vor IPL erinnern. Die Haarentfernung hat immer weh getan und war vor allem ein Dauerthema, das alle paar Wochen auftauchte. Da ich eher ein dunkler Typ bin, leide ich vor alle unter dem Haarwuchs an den Beinen. Oder soll ich besser sagen „litt ich darunter“. Dank Belladerma hier in Charlottenburg wachsen die Haare kaum noch nach und ich muss auch keine Kosten mehr für Wachs, Rasierer oder Epiliergeräte einrechnen. Das Lasern der Haare mit IPL ist komplett schmerzfrei und angenehm und schont zudem die Gesundheit. Meine Erfahrungen sind uneingeschränkt positiv.

Güler (43) aus Berlin Tiergarten

Früher war Haarentfernung ein unangenehmes Thema für mich. Ich hatte ein Epiliergerät und habe manchmal fast geheult vor Schmerzen. Erfahrungsberichte zur Haarentfernung mit IPL habe ich dann in einer Zeitschrift gelesen. Nach kurzer Suche im Internet bin ich zu Belladerma in Berlin Mitte gekommen. Hier wird sogar schon mit IPL2-Systemen gearbeitet, was noch schonender ist als die Geräte der ersten Generation. Ich war bislang vier Mal zur Behandlung und die Abstände werden immer größer. Hinzu kommt, dass auch die Preise absolut günstig sind. Vielen Dank an das Team.

Luigi (21) aus Berlin Schöneberg

Meiner Meinung nach, sollten auch Männer gut enthaart sein. Ich habe mir die Beine früher mit Wachs enthaaren lassen, was allerdings etwas unangenehm war. Dank der Haarentfernung mit IPL bin ich das Problem nun bald für immer los. Die Kosten halten sich im Rahmen und nachdem meine Beine schön glatt sind, widme ich mich gerade meinem Rücken. Danach sind auch noch der Po und die Achselhöhlen an der Reihe. Bei Belladerma in Berlin Mitte wird jede Behandlung mit einer Beratung begleitet und man fühlt sich von Anfang an in guten Händen.

Jessica (18) aus Berlin Reinickendorf

Manchmal denke ich, dass ich ein echter Glückspilz bin. Wenn ich mir die Erfahrungsberichte älterer Frauen anhöre, dann muss das Enthaaren früher die Hölle gewesen sein. Ich kenne nur Haarentfernung mit IPL und bin total begeistert. In meinen Achselhöhlen wachsen schon seit einem Jahr keine neuen Haare nach und auch die Bikinizone ist mittlerweile „sauber“. Die Behandlung bei Belladerma in Berlin Mitte ist günstig und nachhaltig. Aus diesem Grund kann ich nur Gutes vermelden.



Ausführliche Informationen zur dauerhaften Haarentfernung

1.Einleitung
2. Aufbau der Haut
3. Aufbau des Haares
4.. Wachstum des Haares
5. Haarfarben und Hauttypen
6. Gründe für eine dauerhafte Haarentfernung
7. Geschichte der Haarentfernung

8. Verschiedene Methoden der Haarentfernung
8.1. Vorübergehende Enthaarung
Rasieren und Zupfen
Heiß- und Kalt-Wachs und Zuckerpaste (Halawa)
8.2. Dauerhafte Haarentfernung
Elektroepilation / Nadelepilation
Enzymatische Epilation
Photoepilation und Lasertechnologie

9. IPL2-Technologie
Licht als elektromagnetische Strahlung
Laserlicht und gepulstes Licht (IPL)
Wechselwirkungen zwischen Licht und Gewebe
Selektive Photothermolyse
Dual-Filter-Mode – für sichere Haarentfernung
Square Pulse – für dauerhafte Haarentfernung

10. Die dauerhafte Haarentfernung mit dem Epilux-System
Das Zielchromophor bei der Haarentfernung
Die Wellenlänge einer effektiven und dauerhaften Haarentfernung
Die Pulsdauer zur dauerhaften Haarentfernung
Die Fluenz (Energiedichte) zum Entfernen der Haare
Vor der Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung
Bestimmung des Hauttyps des Patienten
Informationsgespräch vor der Behandlung zur Haarentfernung
Vorschriften für den Patienten vor der Behandlung
Weitere Vorbereitungen vor der Behandlung
Der eigentliche Behandlungsablauf
Direkt nach der Behandlung
Anzahl der Behandlungen zur dauerhaften Haarentfernung

11. Risiken der IPL / Laser Haarentfernung
12. Studien zur IPL-Technologie
13. Häufig gestellte Fragen zur IPL Haarentfernung

—————————————————————————————————————

1. Einleitung

Haare sind ein Teil unseres Körpers. Körperbehaarung schützt uns vor allem vor Kälte und ist in dieser Funktion ein Relikt aus den Urzeiten, das wir bis heute an uns tragen.

Haare schützen uns, aber Haare sind auch ein Schmuck unseres Körpers. Sie beeinflussen die äußere Erscheinung und Attraktivität eines Menschen. Das sorgfältige Frisieren und Gestalten der Frisur gehört genau so zur täglichen Körperpflege wie das Rasieren des Bartes und die regelmäßige Entfernung von Haaren in bestimmten Körperregionen.

Wenn die Körperbehaarung sehr stark und störend wird, so kann sie zu einer Belastung werden, die im schlimmsten Fall auch die Psyche angreifen kann. Dann ist es Zeit, professionelle Unterstützung anzunehmen und sich über die Möglichkeiten einer dauerhaften Haarentfernung zu informieren.

In unserer heutigen Zeit gilt eine zu starke Körperbehaarung schnell als ungepflegt. Denken wir nur an den Damenbart und üppiges Achselhaar, einen behaarten Rücken oder Po, haarige Beine oder eine sprießende Brustbehaarung. Unser Schönheitsideal sieht anders aus. Eine glatte und geschmeidige Haut wirkt attraktiver und fühlt sich auch besser an. Dies stärkt das eigene Wohlgefühl und macht automatisch noch attraktiver.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten, sich von unerwünschten Haaren zu trennen. Bei einigen Methoden der Haarentfernung muss man immer wieder regelmäßig von vorne anfangen, bei anderen Techniken ist eine dauerhafte Haarentfernung möglich.

Im Folgenden soll zunächst Grundsätzliches über Haut und Haar vermittelt werden. Dann folgt ein kurzer historischer Abriss über die Geschichte der Haarentfernung, bis schließlich die verschiedenen Methoden der Haarentfernung detailliert vorgestellt und miteinander verglichen werden.

—————————————————————————————————————

2. Aufbau der Haut

Man kann die Wirkungsweise der Haarentfernung besser verstehen, wenn man über den Aufbau von Haut und Haaren Bescheid weiß. Deshalb schauen wir uns zunächst den Aufbau der Haut und dann die Struktur eines menschlichen Haares an.

Das größte menschliche Organ ist die Haut. Unsere Haut schützt uns vor Umweltbelastungen, vor chemischen, physischen und mechanischen Einflüssen. Als ein Hüllorgan trennt sie das Innen vom Außen, bewahrt die Homöostase, das innere Gleichgewicht, und übernimmt auch wichtige Funktionen des Stoffwechsels. In der Haut sitzen Nerven, die für die Informationsweiterleitung (Konduktion) von Berührungen, Schmerz, Wärme, Kälte usw. verantwortlich sind. Durch Weitung und Verengung der Blutkapillaren kann die Haut auch unsere Körpertemperatur regulieren und sich somit an die Außenwelt anpassen. Wenn es zu warm wird, fangen wir an zu schwitzen, und über die Schweißdrüsen der Haut geben wir Feuchtigkeit ab. Der Schweiß verdunstet auf der Hautoberfläche und kühlt die Haut ab.

Die Haut selbst ist jedoch wasserundurchlässig und verhindert so einen Flüssigkeitsverlust des Körpers.

Unsere Haut ist aus den folgenden drei Schichten aufgebaut:

Epidermis
Die oberste Hautschicht ist die Epidermis. Die Oberfläche der Epidermis besteht aus toten Hautzellen. Von den unteren Schichten her wachsen neue Zellen nach, während die obersten Zellschichten permanent abgestoßen werden. In den untersten Schichten der Epidermis wird auch das Pigment Melanin (dieses ist für eine dauerhafte Haarentfernung sehr wichtig) produziert.

Dermis (Korium)
Unter der Epidermis sitzt folgerichtig die Dermis, auch Korium genannt.
Nerven, Fett, Blutgefäße, Schweißdrüsen sowie ein Netz aus elastischen und kollagenen Fasern sitzen in der Dermis. In ihr ruht auch die Basis des Haarfollikels. Die Dermis hat die Aufgabe, die Epidermis zu versorgen und zu festigen, sowie den Körper vor Infektionen zu schützen.

Hypodermis (Subkutis)
Unter der Dermis-Schicht folgt die Hypodermis (Subkutis). Sie kennen vielleicht den Ausdruck „subkutanes Gewerbe“; genau hier befinden wir uns jetzt. Die Hypodermis ist die dickste der drei Hautschichten und besteht aus einem lockeren Netz aus Bindegewebe. Spezielle Fettspeicher-Zellen (Adipozyten) sitzen in diesem Bindegewebsnetz. Frauen speichern mehr Fett in der Subkutis als Männer. Die Fettzellen liefern Energie und schützen gleichzeitig das darunter liegende Gewebe vor Verletzungen.

—————————————————————————————————————

3. Aufbau des Haares

Das menschliche Haar baut sich aus einem Haarschaft auf, dem so genannten Kortex. Der Kortex setzt sich aus kortikalen Zellen zusammen, in denen sich das Pigment Melanin befindet. Der Kortex, der Faserstamm, kann bis zu 80% des Haaranteils ausmachen. Er wird von einer Einzelschicht aus Keratinzellen bedeckt, der Cuticula. Jene auch Fibrillen genannten Fasern entstehen durch die Verknüpfung von einzelnen Cortex-Zellen. Die Verbindung schaffen viele Zellmembranen, die wie ein Klebstoff wirken. Je gesunder das Haar, desto stärker ist diese Membranverbindung. Das Haar wird reißfest und behält gleichzeitig seine Elastizität. Längere, kräftigere Haare enthalten in ihrer röhrenförmigen Mitte das Haarmark, die Medulla, die das Haar zusätzlich stärkt.

Innerhalb der Haut ist der Haarschaft mit der Haarwurzel verbunden und von einer Haarscheide umgeben. Die Haarwurzel ruht in einem Haarfollikel in der Haut und wird von einem kleinen Blutgefäß versorgt. Je nach Körperstelle liegt der Follikel zwischen 1 und 5 mm unter der Haut. Auf der Oberlippe liegt er nur 1 mm unter der Hautoberfläche, in der Bikinizone sind es bis zu 5 mm. Follikel sind meist in Dreiergruppen angeordnet, und in der Regel befindet sich immer nur einer der drei Follikel in der Wachstumsphase.

Im Haarfollikel sitzt der Haarschaft, aus dem das Haar nach oben durch die Haut herauswachsen kann. Genau dort, im unteren Bereich der Lederhaut, entsteht das Haar an der Haarpapille. Die Hornzellen des Haares werden permanent gebildet und wachsen langsam nach oben durch den Haarschaft. Dort sitzende Zellen, die so genannten Melanozyten, geben ihre Pigmente an das Haar ab und sind dafür verantwortlich, dass unser Haar seine bestimmte Farbe hat.

—————————————————————————————————————

4. Wachstum des Haares

Jedes Haar auf unserem Körper durchläuft einen genau abgestimmten Lebenszyklus, der sich grob in vier verschiedene Phasen einteilen lässt. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Haarfollikel in ihrer Phasung grundsätzlich nicht synchronisiert sind, d.h.: Direkt nebeneinander liegende Follikel können sich durchaus in verschiedenen Phasen befinden. Allerdings kann es durch hormonelle Einflüsse nach einer Geburt oder nach schweren Infektionen zu einer Synchronisation des Haarwachstums kommen.

Die vier Wachstumsphasen des Haares sind:

Anagen – Die anagene Phase ist die eigentliche Wachstumsphase des
Haares. Ein neues Haar wächst nach oben aus dem Haarfollikel und verdrängt dadurch das alte Haar, das noch locker im Haarschaft sitzt.

Katagen – In der katagenen Phase bildet sich der Haarbalg zurück, und das Zellen-Wachstum wird eingestellt. Es wird kein neues Melanin mehr produziert. Der Haarbalg wird langsam nach oben zur Hautoberfläche bewegt.

Exogen – In der exogenen Phase wird das Haar aus dem Haarfollikel gelöst und fällt aus.

Telogen – die telogene Phase ist die Ruhephase. Je nach Körperregion ist die Dauer der telogenen Phase verschieden.

Viele Faktoren haben Einfluss auf das Wachstum der Haare. Abhängig von der Körperstelle, dem Alter, der ethnischen Herkunft und des Hormonspiegels ist das Wachstum der Haare schneller oder langsamer. Natürlich beeinflussen auch die Umwelt oder die Einnahme von Medikamenten das Wachstumsverhalten.

Haare können unterschiedlich lang sein und variieren selbstverständlich auch in ihrer Dicke und Konsistenz. Auch die Anzahl der sichtbaren Haare ist natürlich abhängig von den oben beschriebenen Faktoren. Vor allem aber hängt die Anzahl der Haare an einer Körperstelle davon ab, wie viele Haare sich gerade in der anagenen und katagenen Phase befinden.

Die Länge der anagenen Phase bestimmt auch die mögliche Länge eines Haares; je länger die anagene Phase dauert, desto länger kann das Haar theoretisch wachsen. Darum werden die Haare auf dem Kopf in der Regel auch länger als an anderen Körperstellen.

Im Durchschnitt befinden sich zu einem beliebigen Zeitpunkt ca. 85% der Kopfhaare in der anagenen Phase (Wachstum) und nur 15% in der telogenen Ruhephase. Erstaunlich ist, dass die anagene Phase des Kopfhaares bis zu sechs Jahre andauern kann, während die Ruhephase im Schnitt nur drei bis vier Monate beträgt. An den Armen dauert die anagene Phase der Haare hingegen nur etwa drei Monate, bevor sie in die Ruhephase zurück fallen. An den Armen sind auch nur etwa 20% aller Haare gleichzeitig im Wachstum.

—————————————————————————————————————

5. Haarfarben und Hauttypen

Der Farbstoff (Pigment) Melanin ist verantwortlich für die natürliche Haarfarbe eines Menschen. Melanin wird in den Melanozyten produziert, die sich auch an den Haarfollikeln befinden. Die Melanozyten übernehmen die Umwandlung von körpereigenen Aminosäuren in farbige Pigmente. Diese Pigmente nennt man Melanin. Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Melanin: Eumelanin und Phaeomelanin.
Während der Anteil des Eumelanins die Intensität der Schwarz- und Braunfärbung des Haares bestimmt, ist das Phaeomelanin für die Rot-Tönung verantwortlich. Das Phaeomelanin dominiert bei hellblonden, blonden und roten Haaren. Dieses Melanin ist von seiner Struktur her sehr viel feiner und kleiner als das Eumelanin.
Je nachdem wie die Anteile der Melaninarten sind, nehmen die Haare verschiedene Färbungen an:
Blondes Haar bei wenig Eumelanin und viel Phaeomelanin.
Dunkles Haar bei viel Eumelanin und wenig Phaeomelanin.
Rotes Haar bei wenig Eumelanin aber sehr viel Phaeomelanin.

Wenn die Produktion von Melanin nachlässt, werden die Haare grau. Das ist ein ganz normaler Alterungsprozess. Das Melanin wird mehr und mehr durch in den Haarschaft eingelagerte Luftbläschen ersetzt. Je weniger Melanin und je mehr Luftbläschen, desto weißer erscheinen die Haare.
Auf der Haaroberfläche sitzen farblose Schuppenzellen. Wenn diese Zellplättchen parallel und glatt aufeinander liegen, hat das Haar einen eigenen schönen Glanz; bei Krankheiten, durch Hormonstörungen oder durch die Einnahme von Medikamenten kann diese Struktur gestört sein; die Schuppenzellen verschieben sich gegeneinander und das Haar wirkt stumpf und krank.
Aber auch die Gene eines Menschen haben einen direkten Einfluss auf die Struktur der Haare: Ob Haare glatt oder gelockt, dick oder dünn sind, ist von den Genen abhängig.

Hauttypen
Um den Hauttyp eines Menschen klassifizieren zu können, wird überall auf der Welt die „Fitzpatrick-Skala“ verwendet. Der Hauttyp wird durch die Menge an Melanin (Pigment) in den Hautzellen bestimmt. Nach Fitzpatrick werden die folgenden Hauttypen unterschieden:

Typ 1: helle, blasse Haut, Sommersprossen, rotblondes Haar. Typ 1 bekommt sehr schnell einen Sonnenbrand.

Typ 2: Helle Haut, helles bis mitteldunkles Haar, helle bis mitteldunkle Haut. Dieser Hauttyp bekommt gewöhnlich oft einen Sonnenbrand.

Typ 3: Mitteldunkles Haar, mitteldunkle bis olivfarbene Haut, mitteldunkle bis dunkle Augen. Typ 3 bekommt seltener einen Sonnenbrand.

Typ 4: Dunkles Haar, dunkle Augen und dunkelolivfarbene oder hellbraune Haut. Typ 4 bräunt leicht und bekommt nur selten einen Sonnenbrand.

Typ 5: Dunkles Haar, dunkle Haut und dunkle Augen. Die Haut wird schnell und stark braun, und selten gibt es einen Sonnenbrand.

Typ 6: Sehr dunkle Haut, dunkle Augen und dunkles Haar. Die sehr starke Pigmentierung der Haut verhindert jeden Sonnenbrand. Die Haut ist braun und bräunt auch bei starker Sonne nicht weiter.

—————————————————————————————————————

6. Gründe für eine dauerhafte Haarentfernung

Normaler Haarwuchs ist nur in Ausnahmefällen ein Grund, sich für eine dauerhafte Haarentfernung zu interessieren. Unerwünscht starker Haarwuchs lässt sich in drei Gruppen unterteilen:

Hirsutismus
Bei Hirsutismus handelt es sich um eine bei Frauen auftretende Stoffwechselerkrankung, die zu einem unnatürlich starken Haarwuchs führt. Hierbei kommt es auch im Gesicht zu einem verstärkten Bartwuchs und Haarwuchs im Oberlippenbereich. Hirsutismus tritt oft auch als Nebenwirkung bei Endokrin-Störungen (Hormonstörungen) oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente auf.

Hypertrichose
Unter Hypertrichose versteht man eine unnatürlich starke Behaarung an normalen und untypischen Körperregionen. Starke Behaarung ist oft genetisch bedingt; es gibt jedoch auch bestimmte ethnische Einflüsse, die eine starke Behaarung begünstigen.
Allerdings kann Hypertrichose auch zeitweise durch hormonelle Störungen oder während der Einnahme bestimmter Medikamente auftreten.

Ästhetische Gründe
Wenn es um die Einschätzung einer „richtigen“ Behaarung geht, so stellt sich natürlich die Frage: Was ist richtig und was ist falsch? – Kulturelle Normen und modische Trends üben einen starken Einfluss auf die Einschätzung dessen aus, was allgemein als „schön“ oder als „nicht mehr schön“ gilt. Deshalb interessieren sich viele Patienten auch aus ästhetischen Gründen für Haarentfernung.

Die Enthaarung der Bikinizone, des Intimbereichs, der Achseln und beim Mann auch an Beinen, Rücken und Po haben oft auch modische Gründe. Gerade die Enthaarung des Intimbereichs hat eine lange Tradition. Mehr dazu im folgenden Abschnitt.

—————————————————————————————————————

7. Geschichte der Haarentfernung

Dass die Beseitigung der Körperbehaarung nicht nur eine moderne Zeiterscheinung ist, zeigt ein Blick in die Geschichte.

Antike Hochkulturen
Die ersten Zeugnisse einer bewussten Haarentfernung sind aus dem Zweistromland, aus Mesopotamien und Ägypten überliefert. Schon 4000 Jahre v. Chr. nutzten die Menschen Harze, Pflanzenextrakte, Fette und Pech, um bestimmte Körperregionen dauerhaft von Haaren zu befreien.
Auch konnten spezielle manuelle Rasurtechniken mit Hilfe von Muscheln und geschliffenen Steinen nachgewiesen werden.

Die Enthaarung hatte sowohl rituelle als auch hygienische Gründe und entsprach dem Schönheitsideal jener Zeit. Haarlos galt als schön und unterschied den gepflegten Menschen der oberen Schichten von den Armen. Ägyptische Frauen ließen sich neben der gesamten Körper- und Schambehaarung auch die Augenbrauen entfernen.

Nicht nur in Ägypten, sondern auch im alten Griechenland galt Haarlosigkeit als ein Zeichen von bewusster Körperpflege und von Schönheit.

Im antiken Rom rückte der modische Aspekt der Enthaarung noch mehr in den Mittelpunkt. Es galt als schick, sich in den berühmten römischen Thermen ausgiebig der Körperpflege hinzugeben und sich hierbei natürlich auch um die eigene Körperbehaarung zu kümmern. Die Achsel-, Bein- und Schambehaarung war Ziel jener ausgiebigen Körperpflege. Für römische Prostituierte war es Pflicht, ohne Schambehaarung zu sein, was wiederum vor allem hygienische Gründe hatte.
Im alten Rom gab es verschiedene Methoden der Haarentfernung. Die Haare wurden mit Pinzetten oder scharfen Messern entfernt; die Verwendung von Kalilauge oder arsenhaltigen Mitteln war ebenso verbreitet wie auch der Einsatz von groben Handschuhen oder das Abreiben der Haare mit sandpapierähnlichen Scheiben.

Islamische Welt
Der Koran schreibt den Gläubigen eine rituelle Säuberung vor. Sauberkeit und Körperpflege nehmen einen natürlichen und wesentlichen Platz im Alltag eines gläubigen Muslims ein.

Im Mittelalter breitete sich der Islam auch nach Westen aus und brachte auf diese Weise auch seine Reinlichkeitsrituale und Schönheitsideale bis nach Spanien und Nordafrika und in den gesamten arabischen Raum. Die islamischen Reinheitsregeln betrachten die Entfernung der Schamhaare als einen Teil der natürlichen und gottgewollten Modifikationen des menschlichen Körpers; hierzu gehören außerdem auch die Beschneidung, das Schneiden der Nägel und die Entfernung der Achselhaare. Jene Reinheitsregeln schreiben Muslimen vor, sich alle 40 Tage zu enthaaren.

Mittelalter
Das aufsteigende Bürgertum des Mittelalters suchte nach eigenen Lebensformen als Ausdruck seines neuen Selbstbewusstseins. Mit der Rückkehr der Kreuzritter aus dem Morgenland wurde auch die Badekultur in Mitteleuropa wieder heimisch. In diesem Zusammenhang wurden die Körperpflege und damit auch die Enthaarung zu zentralen Themen der Hygiene und des neuen Schönheitsempfindens. Vor allem die Enthaarung des Schambereichs galt als schön. Neben dem Schneiden und Rasieren der Haare griff man auch zu einem eingedickten Sirup mit Terpentinzusatz – eine Mischung, die oft zu Hautreizungen führte.

Dann brach die Pest aus, und der 30-jährige Krieg tobte in Europa. Die Badekultur ging nahezu völlig unter. Gemeinsame öffentliche Bäder galten als gefährliche Orte mit einer hohen Ansteckungsgefahr.

Europa in der Neuzeit
Die Epilation der Schamhaare fand erst im 18. Jahrhundert am französischen Hof wieder ihre Renaissance und setzte sich vor allem in den gehobenen Schichten der Gesellschaft durch. Im viktorianischen Zeitalter des 19. Jahrhunderts galt es wieder als schick, im Schambereich nackt zu sein.

Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich kam auch in Deutschland die Entfernung der Schamhaare bei Frauen teilweise in Mode.

Gegenwart
In unserer heutigen Zeit ist der gepflegte Umgang mit dem eigenen Körper zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags geworden. Wir treiben Sport, achten auf richtige Ernährung, ausreichend Schlaf und eine gepflegte Erscheinung. In diesen Bereich der Körperpflege fallen natürlich auch die modischen und hygienischen Aspekte eines gezielten Haarmanagements. Die Enthaarung des Schambereichs, der Achseln, der Brust, Beine, Rücken und Po sind heute weit verbreitet und sowohl von Frauen als auch von Männern akzeptiert.

Bei beiden Geschlechtern hat die Entfernung der Schambehaarung in den letzten Jahren eine weite Verbreitung gefunden und stellt heute vor allem bei jungen Menschen eher die Regel als die Ausnahme dar.

Wie eine wissenschaftliche Studie der Universität Leipzig im Jahr 2008 zeigte, entfernen sich 88 % der Frauen und 67 % der Männer in der Altersgruppe der jungen Erwachsenen (Durchschnittsalter: 23 Jahre) regelmäßig ihre Schambehaarung.

—————————————————————————————————————

8. Verschiedene Methoden der Haarentfernung

8.1. Vorübergehende Enthaarung
Rasieren und Zupfen
Denkt man an Haarentfernung, so drängt sich das Bild der Rasur auf. Rasieren ist eine schnelle und günstige Methode der Haarentfernung. Allerdings werden die Haare nur an der Hautoberfläche abgeschnitten und nicht dauerhaft entfernt. Kurz danach wachsen die Haare weiter, und es entstehen Stoppeln auf der rasierten Fläche.

Pinzette
Mit einer Pinzette werden die Haare aus dem Haarschaft gerissen, der Haarfollikel verbleibt jedoch in der Haut. Das Ergebnis wirkt zunächst gründlicher als bei der Rasur, aber die Epilation mit Hilfe einer Pinzette ist auch deutlich schmerzhafter. Dauerhaft ist aber auch diese Methode nicht. Schon bald wachsen die Haare wieder nach.

Wachs, Zuckerlösung, Honig
Wenn man zur Enthaarung Wachs oder andere Pasten einsetzt, so kann man schneller größere Körperregionen von Haaren befreien. Egal ob Honig, Zuckerlösung, Harze oder Kalt- und Heißwachs – die Prozedur ist schmerzhaft und führt schnell zu dauerhaften Hautreizungen. Mitunter können sich auch die Haarfollikel entzünden.

Wenn man Pech hat, wachsen die Haare bei der Haarentfernung mittels Pinzette oder Wachs und anderen klebrigen Lösungen ein und führen zu weiteren Problemen.

8.2. Dauerhafte Haarentfernung
Elektroepilation / Nadelepilation
Die Elektroepilation wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den USA entwickelt und 1875 erstmals angewendet. Das Prinzip der Elektroepilation basiert auf der Anwendung des elektrischen Stroms zur Haarentfernung. Hierbei wird eine hauchdünne Nadel aus Stahl als Sonde in den Haarfollikel eingeführt. Die Stärke der Nadel ist abhängig von der Körperregion und der entsprechenden Haardicke. Pro Haarfollikel wird eine Sonde gesetzt. Auf diese Nadel wird nun ein leichter elektrischer Strom gelegt und direkt in den Haarfollikel geleitet. Die elektrische Energie zerstört den Haarfollikel und schädigt die umliegenden Haarwachstumszellen. In der Folge kann aus diesem Follikel kein Haar mehr nachwachsen.

Für die Elektroepilation haben sich drei verschiedene Verfahren heraus entwickelt: die Thermolyse, die Elektrolyse und die Blend-Methode.
Bei der Thermolyse erfolgt die Zerstörung des Haarfollikels letztlich durch Wärme, die in der Nadel erzeugt wird; das Elektrolyse-Verfahren baut auf dem Prinzip der richtigen Dosierung der elektrischen Energie auf, und die Blend-Methode verbindet beide Verfahren. Es hängt von der jeweiligen Situation, dem individuellen Schmerzempfinden des Patienten und der zu behandelnden Körperregion ab, welches Verfahren der Elektroepilation vom behandelnden Arzt favorisiert wird.

Die hauptsächlichen Nachteile der Elektroepilation sind vor allem die Langsamkeit des Verfahrens, da jeder Haarfollikel einzeln mit einer Nadel bestückt werden muss, und die Unsicherheit der Methode, weil beim Einführen der Sonde oft der Haarfollikel nicht genau getroffen werden kann.

Der Vorteil der Elektroepilation liegt jedoch in ihrer Unabhängigkeit von der Haarfarbe des Patienten. Durch eine Elektroepilation können Haare jeder Farbe (schwarz, braun, blond, grau, weiß) dauerhaft entfernt werden, während die IPL-Technologie (s.u.) vor allem bei dunklen Haaren gut funktioniert.

Enzymatische Epilation
Bei der enzymatischen Haarentfernung wirkt ein spezieller Wirkstoffkomplex auf die zuvor rasierten und epilierten Hautregionen ein. Der im Epiladerm-Komplex verwendete Mix aus Enzymen wirkt auf die Haarfollikel ein, greift die Haarwuchszellen an und unterbindet bei wiederholter Anwendung dauerhaft den Haarwuchs. Bei der Anwendung sollten sich die Haare in der anagenen Wachstumsphase befinden, um die Wirkung zu optimieren. Daher sind auch mehrere Behandlungen mit dem enzymatischen Wirkstoffkomplex erforderlich, um eine dauerhafte Haarentfernung zu erreichen.

Dauerhafte Haarentfernung mittels Photoepilation und Lasertechnologie
Unter dem Begriff Photoepilation fasst man alle Techniken der dauerhaften Haarentfernung mittels Lichtenergie zusammen. Hierunter fallen sowohl die Lasertechnologien als auch die IPL-Technologien, die im folgenden Abschnitt beschrieben werden.

Die licht-basierte dauerhafte Haarentfernung hat deutliche Vorteile gegenüber anderen Techniken. Sie ist hautschonender, weniger schmerzhaft und letztlich auch effektiver als die anderen Epilationstechniken. Die funktionale Grundlage der meisten Photoepilations-Verfahren ist die selektive Photothermolyse – also die Umwandlung von Licht- in Wärme-Energie beim punktuellen oder lokalen Einsatz der Technologie.

—————————————————————————————————————

9. IPL2-Technologie und dauerhafte Haarentferenung

Licht als elektromagnetische Strahlung
Licht ist eine Form elektromagnetischer Strahlung. Das gesamte Spektrum elektromagnetischer Strahlung reicht von den so genannten Gammastrahlen im unteren Wellenbereich bis zu den Radiowellen im oberen Bereich. Das für den Menschen sichtbare Licht umfasst nur einen kleinen Teilbereich dieses Spektrums. Die hier besprochenen Laserlicht-Quellen und Varianten von „intensiv gepulstem Licht“ (IPL), die für eine sichere und dauerhafte Haarentfernung nötig sind, nutzen hauptsächlich sichtbares bis infrarotes Licht mit Wellenlängen im Bereich von 400 nm bis 1200 nm (Nanometer). Der CO2-Laser (10600 nm) und der Er:YAG-Laser (2940 nm) verwenden andere Wellenlängen außerhalb dieses Spektrums.

Die Wellenlänge hat einen direkten Einfluss auf die Wirkungsweise des Lichtimpulses auf den menschlichen Körper, wie wir im folgenden Abschnitt noch sehen werden.

Elektromagnetische Strahlung wird in Photonen quantisiert. Das bedeutet, dass die Menge elektromagnetischer Strahlung mit einer beliebigen Frequenz einem (1) Photon entspricht.

Wenn ein Photon absorbiert wird – in unserem Fall von der Haut des Patienten -, wird seine Energie in Wärme umgewandelt. Die Absorption von Photonen, also von Lichtenergie, ist die Grundlage für sämtliche Photoepilations-Verfahren und baut auf diesen Wechselwirkungen zwischen Licht und Gewebe auf. Die Energie der elektromagnetischen Strahlung misst man in Joule (J).

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die so genannte Fluenz (Energiedichte) oder Dosis. Sie ist die Menge der ausgesendeten Energie, die an einen bestimmten Bereich abgegeben und in J/cm2 gemessen wird.

Die Dauer der Einwirkung des Lichts auf die Haut nennt man schließlich Pulsdauer.

Dies sind die einzelnen Faktoren und Parameter, die bei der Verwendung von Licht-Energie im medizinisch-technischen Bereich (hier die dauerhafte Haarentfernung) den Behandlungserfolg beeinflussen und deren genaue Abstimmung man überwachen muss.

Wechselwirkungen zwischen Licht und Gewebe
In unserer Haut befinden sich verschiedene Stoffe, die in der Lage sind, Licht zu absorbieren. Vor allem sind dies:

1. das Melanin (in der Epidermis, im Haar und Haarschaft),
2. die Stoffe Oxyhämoglobin und Hämoglobin (im Blut) und
3. Wasser

Wie stark das Licht von jedem Chromophor absorbiert wird, ist abhängig
von der Wellenlänge des verwendeten Lichts.

Die Wellenlänge bestimmt außerdem, wie tief das Licht ins Gewebe eindringen kann. Grundsätzlich gilt, dass größere Wellenlängen (600-1000 nm) tiefer in das Gewebe eindringen können, während Wellenlängen im Bereich über 1000 nm hauptsächlich vom Wasser in der Haut absorbiert werden.

Das in das Gewebe eindringende Licht hat also nur dann eine Wirkung, wenn es absorbiert und in Wärme umgewandelt wird. Hierbei ist die physiologische Wirkung der Absorption auch noch abhängig von der im Zielgebiet erreichten Temperatur.

Bei der Absorption des Lichts wird das so genannte Zielchromophor – der Farbträger im Zielgebiet der Behandlung – erhitzt. Kurz nach der Absorption tritt sofort der Wärmeverlust durch Abgabe der Wärmeenergie an die Umgebung ein. Jener Wärmeverlust ist je nach thermischer Relaxationszeit (TRT) des Gewebes unterschiedlich.

Mit der TRT beschreibt man diejenige Zeitspanne, die das Gewebe nach einer Erhitzung benötigt, um sich wieder auf die Umgebungstemperatur abzukühlen. Es ist logisch, dass große Objekte und Flächen langsamer abkühlen als kleine. Somit ist auch die „thermische Beschädigungszeit“ – also die Zeit, die zur Einwirkung benötigt wird, um ein Zielobjekt zu zerstören – umso länger, je größer das Zielobjekt ist.

Die Erhitzung des Gewebes ist abhängig von der aktiven Erwärmung
des Chromophors (Farbträgers) durch die von ihm absorbierte Lichtenergie (Umwandlung in Wärmeenergie) und von der passiven Abkühlung durch Wärmeverlust an das umliegende Gewebe.

Dieses Verfahren der gewollten Schädigung des Gewebes durch Wärmeeinwirkung (als Reaktion auf die Absorption der Lichtenergie) bezeichnet man als Photo-Thermolyse.

Selektive Photothermolyse und dauerhafte Haarentfernung
Das Ziel der selektiven Photothermolyse ist es, ein bestimmtes Ziel selektiv zu erhitzen und zu zerstören, ohne das umliegende Gewebe dabei unnötig anzugreifen. Hierzu ist die richtige Abstimmung von drei Parametern entscheidend für ein befriedigendes Ergebnis:

1. Die Wellenlänge des Lichts muss an das Chromophor angepasst sein. Nur wenn das Chromophor des Zielgebiets (das Zielchromophor) die Lichtenergie optimal absorbieren und in Wärme umwandeln kann, kann die Behandlung erfolgreich sein.

2. Die Lichtpulsdauer muss möglichst niedrig gehalten werden, um das umliegende Gewebe nicht zu zerstören. Die Abstimmung der Lichtpulsdauer reduziert die Energieabgabe auf das für die Zerstörung des Ziels nötige Minimum.

3. Das Energieniveau ist dann richtig gewählt, wenn es genug Hitze
erzeugt, um innerhalb der abgestimmten Pulsdauer das Ziel zu zerstören.
Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der „Fluenz“; die Energie wird in Joule pro Quadratzentimeter (J/cm2) gemessen.

Nur die genaue Abstimmung dieser drei Parameter ermöglicht den optimalen Behandlungserfolg. Das Zielchromophor kann mit minimaler Leistung zerstört und die umliegenden Gewebeteile gleichzeitig vor einer Beschädigung geschützt werden.

Bei der medizinisch-kosmetischen Haarentfernung kommen vor allem die folgenden Laser-Arten zum Einsatz: Der Rubinlaser mit einer Wellenlänge von 694 nm, der Alexandrit-Laser mit 755 nm, der Diodenlaser
mit 810 nm und der Nd:YAG-Laser mit 1064 nm Wellenlänge.

Bei der IPL-Technologie verwendet man hingegen eine Xenon-Lampe, die ein breites Wellenlängen-Spektrum abstrahlt. Die Xenon-Lampe arbeitet in einem Wellenlängen-Bereich zwischen 240 und etwa 1200 nm. Um für die verschiedenen Anwendungsgebiete den optimalen Ausschnitt aus diesem Breitband-Spektrum zu erhalten, werden Filter eingesetzt.
Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Filterarten:

In IPL-Systemen der 1. Generation wurde lediglich ein Filter verwendet; man arbeitete also im „Single-Modus“. Hierbei wurde nur die linke Seite des Spektrums gefiltert, während nach oben hin das Wellenlängen-Spektrum offen blieb. Je nach Filtertyp beginnt das Licht in einem Bereich zwischen 510 – 720 nm und erreicht bis zu 1200 nm Wellenlänge.

Diese Beschränkung auf einen einzigen Filter hatte einen unschönen Effekt bei der Behandlung zur Folge. Bei Wellenlängen oberhalb von etwa 950 nm reagiert vor allem das Wasser im Gewebe auf die Lichtenergie und wandelt sie im Gewebe in Wärme um. Die Folge war eine starke Erhitzung der Haut bis hin zu leichten Verbrennungen, die eine unerwünschte Nebenwirkung der Behandlung darstellten.

Dual-Filter-Mode – für risikoarme und dauerhafte Haarentfernung
Die IPL-Systeme der 2. Generation (IPL2) – wie das Epilux-System – setzen auf die Technologie der Dual-Mode-Filterung. Beim Epilux-System werden sowohl links als auch rechts der selektiv ausgesendeten Bandbreite Filter eingesetzt. Der Filter auf der linken Seite des Spektrums unterdrückt alle Wellenlängen unterhalb von 555 nm, 600 nm oder 645 nm Wellenlänge, je nach Anwendung. Auf der rechten Seite des Spektrums werden die längeren Wellenlängen im Bereich über 950 nm herausgefiltert, indem das Licht durch Wasser geleitet wird, bevor es die Hautoberfläche erreicht.

Die Filterung durch Wasser geschieht durch Kühlwasser, das permanent in einem Kreislauf um die Blitzlichtlampe und die Filter im Handstück des
Epilux-Systems zirkuliert.

Square Pulse – für höchste Sicherheit und Effizienz
Wir haben oben gesehen, dass der Erfolg einer Behandlung zur Haarentfernung mittels Photothermolyse von der optimalen Abstimmung von drei Parametern abhängt: der Wellenlänge, der Pulsdauer und der Energiedichte.

Ein weiterer Faktor ist die technische Herausforderung, die Aussendung des Lichtimpulses möglichst nahe an den Verlauf einer Idealkurve heran zu führen. Der Idealverlauf eines solchen Impulses besteht in einer Rechteck-Kurve.

Bei einem Rechteck-Impuls (square pulse) wird über die gesamte Impulsdauer dieselbe Energie abgegeben. Davor und danach fällt die abgestrahlte Energie sofort auf Null ab.

Die IPL2-Technologie der Epilux kommt dank ihrer ausgefeilten Technik diesem Vorbild sehr nahe.

Diese Annäherung an den optimalen Rechteck-Impuls hat vor allem für den Patienten Vorteile:

Die Haut reagiert sehr empfindlich auf Temperaturimpulse. Bereits ein Wärmeimpuls von länger als 2 ms (Millisekunden) erhitzt die Epidermis proportional zur abgegebenen Intensität. Wenn mit einem Rechteck-Impuls gearbeitet wird, so ist die eingesetzte Energiedichte konstant und kann auf einen Minimalwert gesenkt werden. So können Nebenwirkungen durch zu starke Erhitzung vermieden werden. Wenn ein Impuls jedoch nicht rechteckig sondern langsam ansteigend ist, muss er länger andauern, bis er die Maximalenergie erreicht hat; ebenso dauert die Energieeinwirkung bei einem langsamen „Abglühen“ der Lampe weiter an. Die Folge ist eine stärkere Erhitzung der Haut mit entsprechenden Nebenwirkungen.

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass ein Lichtimpuls während der Anglühphase sein Spektrum verändert. Wir kennen diesen Effekt von Kunstlicht: Je dunkler eine Kunstlichtquelle leuchtet, desto „wärmer“ erscheint ihr Licht (Dimmer-Effekt). Ein anschwellender Impuls variiert also seinen Spektralbereich und macht eine genaue Filterung der für die Behandlung effektiven Wellenlängen unmöglich. Wieder werden Licht und Wärme in den „falschen“ Spektralbereichen abgestrahlt und mindern den Behandlungserfolg.

Ohne den Dual-Filtering-Mode der Epilux-Systeme wirkt die von preiswerteren Systemen eingesetzte IPL-Energie zu lange und zu ungenau. Ohne Filterung führt dieser “Dimmer-Effekt” des An- und Abglühens zu einem höheren Anteil niedriger Wellenlängen. Diese Wellenlängen können nicht so tief in die Haut eindringen und zwingen wiederum zu einer höheren Energiekonzentration.

Erzeugung eines Square Pulses – für effektive und dauerhafte Haarentfernung
Welche technischen Tricks gibt es nun, um dem Ideal eines Square Pulses (Rechteck-Impuls) möglichst nahe kommen?
Prinzipiell sind es zwei Komponenten, die die technischen Voraussetzungen für eine größtmögliche Annäherung an diesen Ideal-Puls schaffen:

1. ein ausreichend groß bemessener Kapazitätsspeicher für den Energieaufbau und
2. ein in seiner Schnelligkeit optimierter An/Aus-Schalter für die plötzliche Entladung der gespeicherten Energie.

Ohne weiter in die technischen Details zu gehen, kann man feststellen, dass die Epilux-Technologie diese beiden Komponenten in jahrelanger Forschungsarbeit optimiert hat. Mit Hilfe modernster Bauteile und einer permanenten Weiterentwicklung des Systems gelingt es, den für den Behandlungserfolg nötigen Square Pulse fast 100%ig zu erzeugen.

—————————————————————————————————————

10. Die dauerhafte Haarentfernung mit dem Epilux-System

Bei der dauerhaften Haarentfernung ist es das Ziel, den Haarfollikel zu zerstören, ohne dabei das umliegende Gewebe zu beschädigen. Bei dieser Behandlung wird die eingesetzte Lichtenergie durch ein Chromophor (Farbträger) in Wärmeenergie umgewandelt. Um den Behandlungserfolg zu optimieren, ist die Abstimmung der folgenden Parameter entscheidend:

1. das Zielchromophor,
2. die Wellenlänge, die eingesetzt werden soll,
3. die Pulsdauer und
4. die Energiedichte (Fluenz).

Das Zielchromophor bei der dauerhaften Haarentfernung
Unter einem Chromophor versteht man einen Farbträger. Im Falle der Haare ist es das Pigment Melanin, das im Haar und im Haarschaft enthalten ist. Der Haarfollikel selbst enthält kein Melanin und ist daher nicht das „direkte“ Ziel, sondern wird indirekt über die Wärme beschädigt. Das Zielchromophor ist demnach der im Zielgebiet vorhandene Farbträger, in unserem Fall das Melanin. Bei der Photothermolyse mittels IPL werden sowohl das Haar als auch der Haarschaft erhitzt, damit auf diese Weise die Wärme an den Haarfollikel weitergeleitet wird, der das eigentliche Ziel der Behandlung ist. Der Haarfollikel wird dauerhaft beschädigt, wenn er mindestens 1 ms (eine Millisekunde) lang eine Temperatur von 70°C erreicht.

Um diese Wärmeleitung zu gewährleisten, ist es entscheidend, dass sich ein Haar im Haarfollikel befindet. Nur so kann die Lichtenergie vom Haar – genauer: vom Zielchromophor Melanin im Haar – absorbiert, in Wärme umgewandelt und bis hinab zur Haarwurzel geleitet werden. Nur wenn sich das Haar in der anagenen Phase befindet, ist es mit der Wurzel und somit auch mit dem Haarfollikel verbunden. Nur dann erfolgt auch die Übertragung der erzeugten Wärme auf den Haarfollikel, und nur dann wird auch der Follikel nachhaltig beschädigt. In allen übrigen Phasen des Haarwachstums (katagene und telogene Phase) können die Haare nicht wirksam behandelt werden. So wird verständlich, warum es für eine wirklich dauerhafte Haarentfernung immer mehrerer Sitzungen bedarf, weil sich nur ein Teil der Haare auch in der für den Behandlungserfolg nötigen Wachstumsphase befindet. Die weiteren Folgebehandlungen sollten zeitlich so geplant werden, dass die nachwachsenden Haare in der frühen anagenen Phase behandelt werden können.

Die Wellenlänge – für eine wirksame und dauerhafte haarentfernung
Die genaue Abstimmung der Wellenlängen des ausgesendeten Lichtspektrums ist wichtig, um das für die Behandlung entscheidende Zielchromophor zu treffen.
Je größer die Wellenlänge ist, desto tiefer kann das Licht in das Gewebe eindringen. Diese physikalische Tatsache wirkt sich auf die Auswahl der richtigen Wellenlängen aus. Denn die Durchdringungstiefe der Wellenlängen muss ausreichen, um auch die tiefer liegenden Haarfollikel zu erreichen. Allerdings muss dieser Effekt der größeren Durchdringungstiefe genau beachtet werden, denn ein zu tiefes Eindringen der Wellen schmälert nicht nur den Behandlungserfolg, sondern lässt auch die Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen steigen.

Weiterhin sollten die Wellenlängen die bestmögliche Absorption durch das
Melanin ermöglichen und gleichzeitig die Absorption durch andere, “konkurrierende” Chromophoren – wie Hämoglobin und Wasser – möglichst ausschließen.

Das Epilux-System arbeitet daher sowohl mit einem 600 nm-Filter im unteren Spektralbereich, wodurch Wellenlängen unterhalb von 600 nm heraus gefiltert werden, als auch mit einem Wasserfilter von 950 nm im oberen Spektrum, der alle Wellenlängen über 950 nm absorbiert. Das von der Epilux ausgesendete Licht ist also für das Ziel der Haarentfernung auf einen Spektralbereich zwischen 600 nm und 950 nm begrenzt.

Mit Hilfe dieser zweifachen Filterung des Breitband-Spektrums erreicht man eine optimale Ausrichtung der Lichtenergie auf das Zielchromophor Melanin bei gleichzeitig maximal möglicher Ausschaltung einer unerwünschten Absorption durch andere Farbträger.
Dies bedeutet im Klartext, dass das IPL-Licht der Epilux dank dieser ausgeklügelten Technik ein maximales Behandlungsergebnis bei minimaler Gefahr von Nebenwirkungen erzielt.

Die Pulsdauer
Der nächste entscheidende Parameter der Photothermolyse mittels IPL ist die richtig gewählte Pulsdauer der Lichtblitze während der Behandlung.
Wir wissen bereits, dass die Lichtenergie durch das in den Melanozyten von Haar und Haarschaft produzierte Melanin absorbiert, in Wärmeenergie umwandelt und anschließend an die Haarfollikel geleitet wird.
Um den Haarfollikel zu schädigen (und somit dauerhaft das Nachwachsen neuer Haare zu verhindern) muss die Pulsdauer des Lichtblitzes länger sein als die thermale Relaxationszeit (TRT) der Melanozyten. Nur dann wird die Wärme auch wirklich in die Haarfollikel weiter geleitet und nicht zuvor durch das Umgebungsgewebe abgekühlt. Auf der anderen Seite darf die Pulsdauer auch nicht länger sein als die thermische Relaxationszeit des Haarfollikels selbst, damit neben dem Haarfollikel nicht auch das umliegende Gewebe durch die zu lange andauernde Wärmeeinwirkung beschädigt wird. Wir haben es also mit einer punktgenauen Abstimmung zwischen der TRT der Melanozyten (als unteren Wert der Pulsdauer) und der TRT des Haarfollikels (als oberen Wert der Pulsdauer) zu tun. Genau dazwischen liegt die optimale Pulsdauer für den IPL-Lichtblitz.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Haarfollikel mindestens 1 ms lang bis auf 70°C erhitzt werden muss, um zerstört zu werden. Ist die Pulsdauer zu kurz gewählt, dann wird der Haarfollikel nur teilweise zerstört, und nach einer Erholungsphase wird neues Haar nachwachsen. Wenn die Pulsdauer zu lang gewählt ist, wird zu viel Hitze in den umliegenden Bereich geleitet und kann zu thermischen Nebenwirkungen wie Verbrennungen führen.

Was die genaue Berechnung schwierig macht, ist die Tatsache, dass zusätzlich auch noch der Durchmesser von Haar und Haarschaft die thermische Relaxationszeit des Haares beeinflusst. Je dicker das Haar, desto länger ist seine thermische Relaxationszeit (TRT). Daher ist es nicht möglich, für die gesamte Behandlung nur eine einzige Pulsdauer festzusetzen, die für alle Haardicken geeignet ist. Wenn das Haar dünner ist, braucht man weniger Energie (in diesem Fall eine kürzere Pulsdauer), um das Haar zu erhitzen.

Deshalb werden vor der Behandlung zunächst die Dicke und der Durchmesser der zu behandelnden Haare gemessen und diese Werte in das Epilux-System eingegeben. Die Einstellungen der Pulsdauer werden dann von der Epilux automatisch berechnet, nachdem die Dicke des Haares festgestellt wurde.

Die Fluenz (Energiedichte)
Je nach eingestellter Pulsdauer und Wellenlänge wird der entscheidende Effekt durch die Variation der Energiedichte erreicht: Der Haarfollikel wird mindestens 1 ms lang auf eine Temperatur von 70°C gebracht. Bei einer zu hohen Energieleistung sind die Gefahren unerwünschter, leichter Verbrennungen zu hoch; bei einem zu niedrigen Energieniveau wird der Haarfollikel nicht vollends zerstört sondern nur beschädigt. Eine mögliche Folge solch einer teilweisen Beschädigung kann das Nachwachsen von wolligem, weißem Haar (dem so genannten Vellushaar) sein, das zwar einerseits seine Farbe durch die Zerstörung des Pigments Melanin, andererseits jedoch nicht seine Fähigkeit nachzuwachsen, verloren hat.
Weiterhin kann durch ein zu niedriges Energieniveau der Wachstumszyklus der Haare synchronisiert werden, was ein noch stärkeres Haarwachstum zur Folge haben kann. Durch diese Synchronisation kommen dann mehr Haare gleichzeitig in die anagene Wachstumsphase als zuvor.

Nicht zuletzt hängt die Wahl der richtigen Energieeinstellung auch von der Körperreaktion und dem subjektiven Schmerzempfinden des Patienten ab.

—————————————————————————————————————

Vor der Behandlung
Bevor eine dauerhafte Haarentfernung begonnen werden kann, muss zunächst der Hauttyp des Patienten bestimmt werden. Natürlich gehören auch eine ausführliche Information des Patienten und weitere vorbereitende Maßnahmen in das Vorfeld der eigentlichen Behandlung.

Bestimmung des Hauttyps des Patienten und dauerhafte Haarentfernung
Um mit der Epilux gute Ergebnisse zu erzielen und den Behandlungserfolg zu optimieren, ist die richtige Auswahl und Bestimmung des Hauttyps des Patienten wichtig. Viele verschiedene Faktoren beeinflussen den Erfolg der Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung. Um die Epilux richtig auf den Patienten einzustellen, müssen daher zunächst die Werte seines Hauttyps, der Pigmentierung sowie der Farbe und Dicke des Haars richtig erfasst werden.

Der Hauttyp des Patienten wird anhand der bereits oben beschriebenen Fitzpatrick-Skala für Hauttypen bestimmt. Die verschiedenen Hauttypen werden von 1 (sehr helle Haut) bis 6 (sehr dunkle Haut) klassifiziert. Eine genauere Erläuterung der Skala finden Sie in Kapitel 5. Die Epilux hat für alle Hauttypen entsprechende Voreinstellungen der Energiedichte und Pulsdauer gespeichert und wird diese Werte entsprechend dem gewählten Hauttyp von selbst anpassen.

Mit dem Pigmentierungs-Wert wird die Melaninmenge, die in der Haut
im Verhältnis zum Hauttyp enthalten ist, angegeben. Je höher das „Pigment-Niveau“ des Patienten ist, desto geringere Energiewerte werden vom Epilux-System automatisch voreingestellt.

Die genaue Angabe der Haarfarbe des Patienten ist ebenso wichtig, weil sie das Vorhandensein oder Fehlen von Melanin anzeigt und darauf hinweist, welche Anteile von Melanin (Eumelanin oder Phaeomelanin) im Haar enthalten sind. Eumelanin kommt vor allem in dunklem, braunem, schwarzbraunem oder schwarzem Haar vor. Phaeomelanin hingegen ist in blondem und rotem Haar zu finden. Weißes oder graues Haar schließlich wächst dann, wenn im Haar gar keine Melanozyten mehr vorhanden sind oder diese kein Melanin mehr produzieren.

Die Behandlung von dunklem Haar auf heller Haut erzielt die besten Behandlungsergebnisse. Bei blondem oder leicht rotem Haar macht der geringere Melanin-Anteil im Haar die Photothermolyse schwieriger, weil die Wärme nicht so gut transportiert wird wie in dunklem Haar. Deshalb ist die Behandlung bei hellem Haar auch nicht so erfolgreich wie bei dunklem Haar. Graues und weißes Haar enthält gar kein Melanin und kann daher ohne weitere Maßnahmen nicht wirkungsvoll behandelt werden.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, auch bei hellen Haarfarben das Haar mittels eines speziellen Präparats dazu zu bringen, vorübergehend natürliches Melanin im Haarfollikel abzulagern und auf diese Weise auch eine Behandlung mit der Epilux möglich zu machen. Diese unter den Namen „Meladine“ und „Lipoxome“ vertriebenen Produkte wurden in klinischen Studien getestet und in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Nach der Vorbehandlung mit diesen Präparaten können auch Patienten mit sehr hellem Haar von der Wirksamkeit der IPL-Technologie profitieren.

—————————————————————————————————————

Informationsgespräch vor der Haarentfernungsbehandlung
Der Patient soll bereits vor der eigentlichen Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung mit IPL ausführlich beraten und in den Behandlungsprozess miteinbezogen werden. Er sollte den Behandlungserfolg realistisch einschätzen können und auf diese Weise vor überzogenen Erwartungen und etwaigen Enttäuschungen bewahrt werden. Durch seine Mithilfe kann der Patient die Ergebnisse der Behandlung positiv beeinflussen. Ist der Patient mit genügend Informationen und hat er die richtigen Erwartungen, dann wird er auch zufriedener mit dem Behandlungsergebnis sein.

Hier eine kurze Checkliste für das Informationsgespräch mit dem Patienten. Folgende Informationen sollten dem Patienten vermittelt werden:

• der Ablauf der Behandlung zur dauerhaften haarentfernung
• die erzielbaren Ergebnisse (100%ige Haarfreiheit ist nicht möglich),
• die Notwendigkeit mehrerer Behandlungen (Haarwachstumszyklus)
• die Vorbehandlungsmaßnahmen
• die Vorschriften für den Patienten vor der Behandlung (s. nächster Abschnitt)
• die Pflegeanweisungen für die Zeit nach der Behandlung (s. weiter unten).

Vorschriften für den Patienten vor der Haarentfernungsbehandlung
Um den Behandlungserfolg der dauerhaften Haarentfernung nicht zu gefährden, muss der Patient aktiv mitmachen und sollte die folgenden Regeln für die Zeit vor den jeweiligen Behandlungen (etwa einen Monat) unbedingt einhalten:

• keine eigene Entfernung der Haare mit einer Pinzette, Wachs oder einer Enthaarungscreme
• die Haare nicht bleichen
• kein Solarium besuchen und keine Sonnenbäder nehmen

Direkt vor der Behandlung zur dauerhaften haarentfernung sollte der Patient sich auch nicht mehr rasieren. Die zu behandelnden Körperregionen werden vom Fachpersonal vor einer Behandlung selbst vorbereitet, und dazu gehört auch die Rasur der entsprechenden Zielgebiete. Außerdem ist zum Zweck der Fotodokumentation und der Markierung des zu behandelnden Bereiches etwa 1 mm sichtbares Haar nötig. Je nach zu behandelnder Körperstelle entspricht dies 1 Tag (Kinn) bis 6 Tagen (Augenbrauen) Haarwachstum.

Weitere Vorbereitungen vor der Haarentfernungsbehandlung
Direkt vor der Behandlung mit der Epilux und anderen IPL-Systemen wird der Patient zur Behandlung vorbereitet. Sollte die Patientin geschminkt sein, wird zunächst das Make-up entfernt. Danach wird der zu behandelnde Bereich zu Dokumentationszwecken fotografiert.

Danach werden das Zielgebiet rasiert und die rasierten Haare gründlich von der Haut entfernt. Denn jene abrasierten Haare könnten Probleme bei der Lichtführung des IPL-Systems erzeugen und den Lichtstrahl ablenken und streuen. Im ungünstigen Fall könnte dies zu leichten Verbrennungen und damit beim Patienten zu Schmerzen führen.

Vor dem Beginn der dauerhaften Haarentfernung werden die Zielregionen mit einem roten Stift markiert. Die Farbe rot ist wichtig, denn andere Farben können die Leitfähigkeit der Haut für den Lichtblitz erhöhen und so zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.

Im nächsten Schritt werden mit Hilfe der Fitzpatrick-Skala der Hauttyp des Patienten bestimmt und dann der Pigmentierungsgrad und die Dicke des zu entfernenden Haares gemessen. Hierbei ist zu beachten, dass die gleichzeitige Behandlung von dünnem, normalem und dickem Haar kein optimales Behandlungsergebnis erzeugen kann. Nur die genaue Abstimmung der Einstellungen auf die jeweilige Haardicke und den richtigen Pigmentierungsgrad optimieren die Wirkung des Lichtblitzes auf das zu behandelnde Haar.

Bei Haaren verschiedener Dicke werden zunächst die dicken und danach die dünneren Haare behandelt.

Bevor die eigentliche Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung erfolgt, sollten die richtigen Einstellungen der Epilux an einer unauffälligen Stelle mit einem so genannten „Testschuss“ ausprobiert werden. Jeder Mensch hat ein anderes subjektives Schmerzempfinden; was den Einen nicht stört, ist für den Anderen schon unangenehm.

Zunächst wird auf die zu behandelnde Stelle das optische Kontaktgel aufgetragen. Dann wird sowohl vom Patienten als auch vom Fachpersonal der Augenschutz aufgesetzt. Beim Testschuss wird die Reaktion des Patienten – sowohl hinsichtlich des Schmerzempfindens als
auch hinsichtlich der Hautreaktion – beobachtet. Auf diese Weise kann leicht überprüft werden, ob die automatischen Voreinstellungen, die von dem IPL-System anhand der eingegebenen Vorgaben (Hauttyp, Pigmentierungsgrad und Haardicke) gesetzt wurden, einen Behandlungserfolg versprechen oder noch weiter justiert werden müssen.

—————————————————————————————————————

Der eigentliche Behandlungsablauf einer dauerhaften Haarentfernung
Vor dem Einsatz des IPL-Lichtblitzes muss immer ausreichend optisches Kontaktgel auf die Zielregion aufgetragen werden. Die Lichtführung des Handapparates sollte immer senkrecht zur Hautoberfläche gesetzt werden. Dadurch werden die Menge an Lichtenergie, die auf die Hautoberfläche trifft, maximiert und gleichzeitig die Gefahr von Reflektion und Streuung minimiert. Außerdem verhindert diese Art der Lichtführung das Risiko, dass unbehandelte Hautstreifen auf dem Zielgebiet verbleiben.

Beim Kontaktgel kommt es auf die richtige Menge an. Es darf sich nicht an den Seiten des lichtführenden Handgerätes sammeln, um eine ungewollte Streuung der Lichtenergie zu vermeiden. Um schlimmsten Fall könnte das überschüssige Gel an den Seiten dazu führen, dass dem Patienten durch die unterschiedliche Streuung des Lichts nach der Behandlung “Zebrastreifen” auf der Haut bleiben.

Das Handstück (Applikator) des IPL-Systems sollte fest auf die Hautoberfläche gedrückt werden, bevor der Lichtblitz ausgelöst wird. Hierdurch wird kurzzeitig im beblitzten Zielgebiet das Blut aus den Kapillaren gedrückt und hierdurch verhindert, dass die Lichtenergie vom Hämoglobin des Blutes absorbiert wird; dies wäre ein unerwünschter Effekt, da die ganze Lichtenergie ja vom Pigment Melanin absorbiert und in Wärme transferiert werden soll. Gleichzeitig verringert das feste Aufrücken den Abstand zwischen Hautoberfläche und Haarfollikel und ermöglicht es dem Gerät, somit auch jene Haarfollikel zu erreichen, die am tiefsten in der Haut liegen.

Der Applikator wird nach jedem Blitz so weiter geführt, dass der nächste Blitz etwa 10% der vorherigen Fläche überlappt. Hierbei wird das Handstück angehoben und nicht einfach nur weitergeschoben. Dies verhindert einerseits, dass sich Kontaktgel vermehrt an den Seiten des Applikators ansammelt und ermöglicht es andererseits, das Handstück genau überlappend aufzusetzen, da der Abdruck des letzten Aufsetzens kurz danach noch deutlich auf der Haut sichtbar sein sollte.

Dieselbe Stelle des Zielgebiets sollte niemals zweimal unmittelbar
hintereinander behandelt werden, da es so zu ungewollten Überreaktionen der Haut und des Gewebes kommen kann. Sollte die erneute Beblitzung einer Stelle notwendig sein, so empfiehlt sich eine Pause von mindestens einer Minute zwischen zwei Beblitzungen.

Wie schmerzhaft ist die dauerhafte Haarentfernung mit IPL?
Jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden. Deshalb kann man nicht pauschal sagen, ob die IPL-Behandlung schmerzhaft ist. Die meisten Patienten beschreiben den Schmerz als mäßig und vergleichen das Gefühl beim Blitzen mit einem gespannten Gummiband, das auf die Haut geschnippt wird.

Da die Lichtenergie von einem biologischen Ziel absorbiert wird, hängt der empfundene Schmerz von der vorhandenen Menge des Zielchromophors ab – bei einer Haarentfernung demnach von der Konzentration des Melanins, das im Zielgebiet sowohl in der Epidermis als auch im Haar vorhanden ist.

Daher ist es möglich, dass Patienten mit sehr dunklen Haaren und dunklerer Haut die Behandlung als unangenehmer empfinden als Menschen mit heller Haut und mittelbraunen Haaren. Deswegen werden dunkle Hauttypen in der Regel auch mit einer niedrigeren Energiestufe behandelt. Diese Voreinstellungen übernimmt das IPL-System der Epilux automatisch und minimiert so das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen.

Aber das Schmerzrisiko kann auch reduziert werden, indem die Anzahl der Chromophoren außerhalb des unmittelbaren Ziels verringert wird. Dies ist zum Beispiel schon dann der Fall, wenn der Patient, wie empfohlen, in den 30 Tagen vor einer Behandlung nicht mehr in ein Solarium geht oder sich ungeschützt und lange in der Sonne aufhält.
Eine weitere Verringerung der Chromophoren im Zielgebiet wird durch das feste Aufdrücken des Applikators auf die Haut erzielt (Herausdrücken des Hämoglobins, s.o.).

—————————————————————————————————————

Direkt nach der Haarentfernungsbehandlung
Nach dem Ende der Beblitzungen des Zielgebiets wird das Kontaktgel sorgfältig entfernt und die Haut mit einem weichen Tuch getrocknet. Es ist wichtig zu wissen und dem Patienten während des Informationsgespräches oder auch während der Behandlung mitzuteilen, dass sich die Haare bei der Photothermolyse mittels IPL nach der Behandlung immer noch in den Haarfollikeln befinden. Scheinbar hat sich also gar nichts getan.

Anders als bei der Laserepliation, bei der die Haare aus den Follikeln getrieben werden und leicht herausplatzen können, sitzen sie nach der IPL-Behandlung noch scheinbar fest in den Follikeln.
Wenn man das Haar jedoch leicht und schmerzlos mit einer Pinzette aus dem Follikel ziehen kann, wird dem Patienten die Wirksamkeit der Behandlung sehr anschaulich vorgeführt.

Um die Haarfollikel kann sich nach der Behandlung ein leichtes Erythem (Rötung) bilden, das jedoch schon nach wenigen Tagen wieder abklingt. Hier hilft eine Kühlkompresse oder ein kaltes, feuchtes Tuch auf der Haut. Mitunter schwillt die Haut des behandelten Zielgebiets auch leicht an (Ödem). Auch diese Schwellung verschwindet nach kurzer Zeit wieder von selbst.

Es beschleunigt den Regenerationsprozess nach der Behandlung und hat sich als sinnvoll erwiesen, einige Wochen nach der Behandlung direktes Sonnenlicht und exzessives Sonnenbaden zu vermeiden. Je länger die Haut vor Sonnenlicht geschützt wird, desto geringer ist das Risiko von Hypo- oder Hyperpigmentierung.

Zwischen den einzelnen Behandlungen muss eine gewisse Zeit vergehen, um den Haaren des Zielgebiets die Möglichkeit zu geben, in die anagene Wachstumsphase zu wechseln. Je länger die telogene Phase (Ruhezeit) der Haare des Zielbereichs dauert, desto länger sollte auch der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen sein.

Anzahl der Behandlungen zur dauerhaften Haarentfernung
Um ein wirklich befriedigendes und dauerhaftes Ergebnis bei der Haarentfernung erzielen zu können, haben sich etwa 5 – 6 Behandlungen als eine vernünftige Anzahl bewährt. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht, denn sowohl der Erfolg als auch die Anzahl der nötigen Behandlungen sind abhängig vom Hauttyp, Pigmentierung, Haardicke, Haarwachstumszyklus, Lage der Haarfollikel und weiteren Faktoren. Auch die Erfahrung des behandelnden Personals und die Kenntnis der technologischen Besonderheiten des IPL-Systems beeinflussen das Behandlungsergebnis.

Der Patient sollte bereits im Vorfeld ausreichend informiert und vor zu hohen Erwartungen an den Behandlungserfolg bewahrt werden. Das Epilux-System arbeitet mit der sichersten und modernsten Technologie und ermöglicht beim richtigen Einsatz durch erfahrenes Personal optimale Ergebnisse. Wer jedoch davon träumt, bereits nach einer Behandlung komplett haarlos zu sein und zu bleiben, der wurde nicht richtig informiert.

Daher ist es auch eine gute und anschauliche Methode, das Zielgebiet vor und nach der Behandlung zu fotografieren, um dem Patienten die Wirksamkeit der Behandlung sichtbar machen zu können.

—————————————————————————————————————

11. Risiken der Haarentfernung mit IPL

Letztlich gibt es wohl keine medizinische Behandlung, die zu 100% frei von Risiken und Nebenwirkungen ist. Allerdings wurde von technologischer Seite alles getan, um die Risiken zu minimieren und das Behandlungsergebnis zu optimieren.

Bei der Haarentfernung mit IPL muss der Applikator (Handstück) mit einem gewissen Druck aufgesetzt werden, um das Blut aus den darunter liegenden Gefäßen zu drücken. Dadurch wird das Risiko verringert, dass die ausgesendete Lichtenergie von den Chromophoren Oxyhämoglobin und Hämoglobin absorbiert wird anstatt vom Melanin.

Prinzipiell können mit der Epilux alle Patienten der Hauttypen 1 – 3 (nach der Fitzpatrick-Skala) problemlos behandelt werden. Patienten des Hauttyps 4 oder 5 sollten nur von einem erfahrenen Anwender behandelt werden; bei Menschen des Hauttyps 6 wird diese Methode der Haarentfernung grundsätzlich nicht empfohlen.

Relativ häufige aber harmlose Nebenwirkungen der Behandlung mit Lichtpulsen sind leichte Rötungen (Erytheme) oder kleine Schwellungen (Ödeme) der behandelten Körperregionen. Sie klingen bereits nach einigen Stunden bzw. Tagen wieder von selbst ab.

Manchmal empfinden die Patienten direkt nach der Behandlung die schnelle Kühlung der behandelten Zonen mit Eiswasser und das Auftragen einer antiseptischen Salbe (Chlorhexidin 1%) innerhalb der nächsten Tage als angenehm. Meistens genügen für die pflegende Nachbehandlung jedoch eine Aloe-Vera-Salbe oder ein beruhigendes Körpergel.

Seltener treten auch perifollikuläre Ödeme (Schwellungen um das Haar) auf. Sehr selten werden durch zu hohe Energiedichten kleine Blasen gebildet, oder es werden leichte oberflächliche Verbrennungen verursacht. Das Melanin befindet sich sowohl im Haar als auch in der Epidermis und absorbiert auch dort zum Teil die Lichtenergie, die in Wärme verwandelt wird.

Prinzipiell sind solche thermischen Nebenwirkungen in der Epidermis
bei Menschen mit dunkler Haut wahrscheinlicher, ganz einfach weil Melanin in der Epidermis solcher Patienten in höherer Konzentration vorhanden ist.

Blasen und Bläschen bilden sich im Allgemeinen innerhalb von etwa einer Woche zurück; eine spezielle Behandlung ist in den allermeisten Fällen nicht erforderlich.

Eine weitere, selten auftretende Nebenwirkung ist eine vorüber gehende Hypo-Pigmentierung, bei der die Haut heller wird – oder auch eine Hyper-Pigmentierung, bei der die Haut nachdunkelt. Solche spontanen Veränderungen des Pigmentverhaltens sind sehr selten und klingen nach etwa sechs Monaten wieder von selbst ab.

Man kann solchen pigmentellen Nebenwirkungen vorbeugen, wenn die Vor- und Nachbehandlung mit besonderer Sorgfalt und Aufmerksamkeit durchgeführt werden.

Wenn der Patient vor der Behandlung lange und oft in der Sonne war, erhöht sich das Risiko pigmenteller Nebenwirkungen. Von einer Behandlung von Patienten mit frisch sonnengebräunter Haut ist generell abzuraten. Die Behandlung sollte erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Sonnenbräunung der Haut verschwunden ist.

12. Studien zur IPL-Technologie

Die technologische Entwicklung der Photoepilation war ein großer Schritt in der Geschichte der dauerhaften Haarentfernung. Vor allem die Arbeit mit „Intense Pulsed Light“ (IPL) zeigte hervorragende Ergebnisse.

Dennoch gehört zur wissenschaftlichen Bestätigung neu entwickelter Technologien und Verfahren immer auch eine Reihe von klinischen Studien, die jene Ergebnisse auch wissenschaftlich untermauern.

Hier finden Sie Links zu einer Reihe von Studien, die den Vorzug von IPL gegenüber der Laserepilation und die Wirksamkeit des IPL-Verfahrens wissenschaftlich belegen:

Dr. Sabine Stangl, cutaris Zentrum für Laserforschung in der Dermatologie, München; Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München, Am Biederstein.

„Vergleich aktueller Epilationssysteme und Beurteilung deren Effektivität“
studie1.pdf – 2 MB
http://www.belladerma.de/files/studie1.pdf

„Vergleich verschiedener Methoden der Laser-Epilation“ (engl.) studie2.pdf – 28 kB
http://www.belladerma.de/files/studie2.pdf

“Hair removal with a second generation broad spectrum intense pulsed light source” studie3.pdf – 172 kB
http://www.belladerma.de/files/studie3.pdf

“Intense pulsed light source for treatment of small melanocytic nevi and solar lentigines”
pigment_reduction_2000.pdf – 246 kB
http://www.belladerma.de/files/pigment_reduction_2000.pdf


Häufig gestellte Fragen zur dauerhaften Haarentfernung

F: Wie funktioniert die dauerhafte Haarentfernung mit intensiv gepulstem Licht?

A: Der von der Epilux ausgesendete Lichtblitz verfügt über Lichtenergie im Bereich von etwa 600 – 950 nm Wellenlänge. Dieses Licht wird vor allem vom Melanin (Pigment) im Haar absorbiert, in Wärme umgewandelt und gelangt über das Haar in den Haarfollikel. Durch die richtige Wahl der Pulsdauer und Energiedichte wird das Haarfollikel mindestens eine Millisekunde lang auf 70°C erhitzt und verödet. Das Haar löst sich nach etwa zwei Wochen von selbst aus der Haut.

F: Wie schmerzhaft ist eine dauerhafte Haarentfernung mit IPL?

A: Jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden. Deshalb kann man nicht pauschal sagen, ob die IPL-Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung schmerzhaft ist. Die meisten Patienten beschreiben den Schmerz als mäßig und vergleichen das Gefühl beim Blitzen mit einem gespannten Gummiband, das auf die Haut geschnippt wird. Der empfundene Schmerz hängt von der Konzentration des Melanins ab, das sowohl in der Epidermis als auch im Haar des Zielgebiets vorhanden ist. Daher ist es möglich, dass Patienten mit sehr dunklen Haaren und dunkler Haut die Behandlung als unangenehmer empfinden als Menschen mit heller Haut und mittelbraunen Haaren. Deswegen werden dunkle Hauttypen auch mit einer niedrigeren Energiestufe behandelt.

F: Was muss vor einer dauerhaften Haarentfernung mit IPL beachtet werden?

A: Zur Vorbereitung einer dauerhaften Haarentfernung mi IPL ist es hilfreich, wenn der Patient seine Haut etwa einen Monat vor der IPL-Haarentfernung nicht mehr durch Solariumsbesuche oder ausgedehnte Sonnenbäder zusätzlich bräunt; denn der die bei der Behandlung entstehende Wärme leitende Farbstoff Melanin befindet sich sowohl im Haar als auch in der Haut. Bei einer sonnengebräunten Haut wird die Behandlung schmerzhafter als bei einer blassen Haut. Vor der Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung sollten im Zielgebiet (die Körperregion, die enthaart werden soll) vom Patienten weder Enthaarungscremes eingesetzt noch die Region selbst rasiert werden. Ohne Haare wird der Behandlungserfolg der IPL-Haarentfernung ausbleiben, denn nur das Melanin in den Haaren leitet die Wärme-Energie an den Haarfollikel weiter.

F: Was muss nach einer dauerhaften Haarentfernung mit IPL beachtet werden?

Nach einer IPL Haarentfernung sollte die Haut auch für ein bis zwei Monate nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Nach einer Behandlung kann es in seltenen Fällen zu einer Hypo- bzw. Hyperpigmentierung, also zu einem verstärkten Ausblassen oder Nachdunkeln der behandelten Körperregionen kommen. Dieser seltene Effekt klingt jedoch nach wenigen Wochen von selbst wieder ab.

F: Gibt es Nebenwirkungen bei einer Haarentfernung mit IPL?

A: Es gibt eigentlich keine ärztliche Behandlung ohne irgendwelche Nebenwirkungen. In den allermeisten Fällen sind es jedoch nur kleine Unannehmlichkeiten, die nach kurzer Zeit wieder von selbst verschwinden. So auch nach einer Behandlung mit IPL. Unmittelbar nach der Behandlung bildet sich häufig um die behandelte Zone ein leichtes Erythem (Rötung).
Manchmal entstehen auch kleine Bläschen oder leichte Schwellungen (Ödeme). All diese natürlichen Hautreaktionen klingen jedoch schon nach wenigen Stunden bis einigen Tagen nach der Behandlung von selbst ab. Generell lässt sich jedoch festhalten, dass nach einer IPL-Behandlung deutlich weniger Nebenwirkungen auftreten als nach einer Epilation mit gewöhnlichem Laserlicht (Laserepilation) oder anderen mechanischen Techniken der Haarentfernung.

F: Muss man nach einer IPL-Behandlung Medikamente einnehmen?

A: Nach der dauerhaften Haarentfernung mit IPL ist keine Einnahme von Medikamenten nötig. Allerdings kann der Patient den Behandlungserfolg der dauerhaften Haarentfernung nachhaltig selbst unterstützen, indem er in den folgenden Wochen direkte Sonnenstrahlung auf den behandelten Zonen meidet. Das Auftragen einer schonenden, antiseptischen Salbe (z.B. 1% Chlorhexidin) kann für einige Tage empfehlenswert sein, um eine Entzündung der behandelten Körperregion zu verhindern und die möglichen Hautreaktionen zu lindern.