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selektive Photothermolyse | effektive Haarentfernung | Okt. 2009

Das Ziel der selektiven Photothermolyse ist es, ein bestimmtes Ziel (Melanin im Haar) selektiv zu erhitzen und zu zerstören, ohne das umliegende Gewebe dabei unnötig anzugreifen. Hierzu ist die richtige Abstimmung von drei Parametern entscheidend für eine effektive und dauerhafte Haarentfernung

selektive Photothermolyse | Wellenlänge, Pulsdauer und Energiedichte

1. Die Wellenlänge des Lichts muss an das Chromophor angepasst sein. Nur wenn das Chromophor des Zielgebiets (das Zielchromophor) die Lichtenergie optimal absorbieren und in Wärme umwandeln kann, kann die Behandlung zur dauerhaften Haarentfernung erfolgreich sein.

2. Die Lichtpulsdauer muss möglichst niedrig gehalten werden, um das umliegende Gewebe nicht zu zerstören. Die Abstimmung der Lichtpulsdauer reduziert die Energieabgabe auf das für die Zerstörung des Ziels nötige Minimum.

3. Das Energieniveau ist dann richtig gewählt, wenn es genug Hitze
erzeugt, um innerhalb der abgestimmten Pulsdauer das Ziel zu zerstören.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der „Fluenz“; die Energie wird in Joule pro Quadratzentimeter (J/cm2) gemessen. Nur die genaue Abstimmung dieser drei Parameter ermöglicht den optimalen Behandlungserfolg.

Das Zielchromophor kann mit minimaler Leistung zerstört und die umliegenden Gewebeteile gleichzeitig vor einer Beschädigung geschützt werden.

selektive Photothermolyse | Laser-Arten und IPL-Technologie

Bei der medizinisch-kosmetischen Haarentfernung kommen vor allem die folgenden Laser-Arten zum Einsatz: Der Rubinlaser mit einer Wellenlänge von 694 nm, der Alexandrit-Laser mit 755 nm, der Diodenlaser mit 810 nm und der Nd:YAG-Laser mit 1064 nm Wellenlänge.

Bei der IPL-Epilation verwendet man hingegen eine Xenon-Lampe, die ein breites Wellenlängen-Spektrum abstrahlt. Die Xenon-Lampe arbeitet in einem Wellenlängen-Bereich zwischen 240 und etwa 1200 nm. Um für die verschiedenen Anwendungsgebiete den optimalen Ausschnitt aus diesem Breitband-Spektrum zu erhalten, werden Filter eingesetzt. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Filterarten:

In IPL-Systemen der 1. Generation wurde lediglich ein Filter verwendet; man arbeitete also im „Single-Modus“. Hierbei wurde nur die linke Seite des Spektrums gefiltert, während nach oben hin das Wellenlängen-Spektrum offen blieb. Je nach Filtertyp beginnt das Licht in einem Bereich zwischen 510 – 720 nm und erreicht bis zu 1200 nm Wellenlänge.

Diese Beschränkung auf einen einzigen Filter hatte einen unschönen Effekt bei der Behandlung zur Folge. Bei Wellenlängen oberhalb von etwa 950 nm reagiert vor allem das Wasser im Gewebe auf die Lichtenergie und wandelt sie im Gewebe in Wärme um.

Die Folge war eine starke Erhitzung der Haut bis hin zu leichten Verbrennungen, die eine unerwünschte Nebenwirkung der Behandlung darstellten.

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